Trading-Begriffe einfach erklärt
Die wichtigsten Begriffe aus dem Trading, jeweils in zwei Sätzen erklärt. Such nach einem Begriff oder spring über die Buchstaben direkt zur richtigen Stelle. Wo es auf meiner Seite mehr zum Thema gibt, findest du einen Link.
73 Begriffe
A
- Ask (Briefkurs)
- Der Kurs, zu dem du kaufen kannst. Er liegt immer etwas über dem Bid, die Differenz ist der Spread.
- ATR (Average True Range)
- Ein Indikator, der die durchschnittliche Schwankungsbreite eines Marktes über eine bestimmte Anzahl von Kerzen misst. Viele Trader nutzen die ATR, um den Stopabstand an die aktuelle Volatilität anzupassen.
- Ausbruch (Breakout)
- Der Kurs verlässt eine Range oder überwindet ein wichtiges Hoch oder Tief. Ein echter Ausbruch wird meist von steigender Dynamik begleitet.
B
- Backtest
- Du prüfst eine Strategie an historischen Kursdaten, bevor du echtes Geld einsetzt. Ein Backtest zeigt, ob eine Idee in der Vergangenheit funktioniert hätte, garantiert aber keine künftigen Gewinne.
- Bärenmarkt
- Eine längere Phase fallender Kurse. Als Faustregel spricht man davon, wenn ein Markt mehr als 20 % von seinem Hoch verloren hat.
- Bid (Geldkurs)
- Der Kurs, zu dem du verkaufen kannst. Er liegt immer etwas unter dem Ask.
- Break of Structure (BOS)
- Der Kurs bricht ein vorheriges Hoch im Aufwärtstrend oder ein vorheriges Tief im Abwärtstrend. Das bestätigt, dass der bestehende Trend weiterläuft. Mehr dazu
- Break-even
- Der Punkt, an dem ein Trade weder Gewinn noch Verlust bringt. „Stop auf Break-even ziehen“ heißt, den Stop-Loss auf den Einstiegskurs zu setzen.
- Bullenmarkt
- Eine längere Phase steigender Kurse. Das Gegenteil ist der Bärenmarkt.
C
- CFD (Contract for Difference)
- Ein Differenzkontrakt, mit dem du auf steigende oder fallende Kurse setzt, ohne den Basiswert zu besitzen. Du handelst mit Hebel und hinterlegst nur einen Teil des Positionswerts als Margin. Mehr dazu
- Change of Character (CHoCH)
- Der erste Bruch der Marktstruktur gegen den bisherigen Trend, zum Beispiel ein gebrochenes Tief im Aufwärtstrend. Er gilt als frühes Warnsignal für eine mögliche Trendwende. Mehr dazu
- CRV (Chance-Risiko-Verhältnis)
- Das Verhältnis zwischen möglichem Gewinn und riskiertem Verlust eines Trades. Bei einem CRV von 2 : 1 ist dein Ziel doppelt so weit entfernt wie dein Stop. Mehr dazu
D
- Daytrading
- Du eröffnest und schließt deine Positionen innerhalb eines Handelstages. Über Nacht bleibt nichts offen, daher fallen keine Finanzierungskosten an.
- Demokonto
- Ein Übungskonto mit Spielgeld und echten Kursen. Du kannst damit die Plattform und deine Strategie ohne finanzielles Risiko testen.
- Drawdown
- Der Rückgang deines Kontos vom letzten Höchststand bis zum folgenden Tief, meist in Prozent angegeben. Je größer der Drawdown, desto mehr Gewinn brauchst du, um ihn aufzuholen. Mehr dazu
E
- Equity
- Dein aktueller Kontowert einschließlich aller offenen Gewinne und Verluste. Die Equity ändert sich mit jeder Kursbewegung deiner offenen Positionen.
- Erwartungswert
- Der durchschnittliche Gewinn oder Verlust pro Trade über viele Trades hinweg. Er ergibt sich aus Trefferquote und CRV und entscheidet, ob eine Strategie langfristig profitabel ist. Mehr dazu
F
- Fair Value Gap (FVG)
- Eine Kurslücke zwischen drei Kerzen, die entsteht, wenn sich der Markt sehr schnell in eine Richtung bewegt. Der Kurs kehrt häufig in diesen Bereich zurück, weshalb er als mögliche Einstiegszone gilt. Mehr dazu
- Fakeout (Fehlausbruch)
- Der Kurs bricht kurz über ein Hoch oder unter ein Tief aus und dreht dann sofort wieder zurück. Trader, die auf den Ausbruch gesetzt haben, werden dabei ausgestoppt.
- Finanzierungskosten (Swap)
- Gebühren oder Gutschriften für CFD-Positionen, die du über Nacht hältst. Sie hängen vom Zinsniveau, vom Markt und von der Richtung deiner Position ab. Mehr dazu
- FOMO (Fear of Missing Out)
- Die Angst, eine Kursbewegung zu verpassen. Sie verleitet dazu, zu spät und ohne Plan in einen Trade einzusteigen.
- Future
- Ein börsengehandelter Terminkontrakt mit festgelegter Kontraktgröße und festem Verfallstermin. Futures werden an Terminbörsen wie der Eurex oder der CME gehandelt.
G
- Gap (Kurslücke)
- Ein Kurssprung zwischen dem Schlusskurs einer Kerze und dem Eröffnungskurs der nächsten, ohne Handel dazwischen. Gaps entstehen oft über Nacht oder über das Wochenende.
H
- Hebel (Leverage)
- Der Hebel gibt an, wie groß deine Position im Verhältnis zu deiner hinterlegten Margin ist. Bei einem Hebel von 20 bewegst du mit 1.000 € eine Position von 20.000 €, Gewinne und Verluste wirken entsprechend stärker. Mehr dazu
- Hedging
- Du sicherst eine bestehende Position mit einer Gegenposition ab. So begrenzt du Verluste, falls sich der Markt gegen dich bewegt.
- Higher High / Lower Low
- Ein höheres Hoch (Higher High) und ein höheres Tief kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Tiefere Tiefs (Lower Low) und tiefere Hochs kennzeichnen einen Abwärtstrend. Mehr dazu
K
- Kerzenchart (Candlestick-Chart)
- Eine Chartdarstellung, bei der jede Kerze Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss eines Zeitraums zeigt. Körper und Dochte verraten auf einen Blick, wer in dieser Zeit die Kontrolle hatte.
- Key Level
- Eine Kursmarke, an der der Markt in der Vergangenheit deutlich reagiert hat, zum Beispiel ein Vortageshoch oder ein markantes Tief. An solchen Marken erwartest du erneut Reaktionen. Mehr dazu
- Konsolidierung
- Eine Phase, in der sich der Kurs nach einer Bewegung seitwärts in einer engen Spanne bewegt. Der Markt sammelt Kraft für den nächsten Impuls.
- Kontrakt
- Die Handelseinheit bei Futures und CFDs. Ein Kontrakt legt fest, wie viel Geld ein Punkt Kursbewegung wert ist. Mehr dazu
L
- Limit-Order
- Ein Auftrag, der nur zu deinem festgelegten Kurs oder besser ausgeführt wird. Du kaufst damit unter dem aktuellen Kurs oder verkaufst darüber. Mehr dazu
- Liquidität
- Sie beschreibt, wie leicht sich ein Markt handeln lässt, ohne den Kurs stark zu bewegen. In der Price Action meint Liquidität auch die Stop-Orders, die über Hochs und unter Tiefs liegen.
- Liquidity Sweep
- Der Kurs läuft kurz über ein Hoch oder unter ein Tief, holt die dort liegenden Stop-Orders ab und dreht dann in die Gegenrichtung. Viele Price-Action-Trader warten genau auf diese Bewegung für ihren Einstieg. Mehr dazu
- Long
- Du kaufst und setzt auf steigende Kurse. Du verdienst, wenn der Kurs über deinen Einstieg steigt.
- Lot
- Die standardisierte Handelsgröße, vor allem bei Devisen und Rohstoffen. Ein Standard-Lot entspricht im Devisenhandel 100.000 Einheiten der Basiswährung.
M
- Margin
- Die Sicherheitsleistung, die du für eine gehebelte Position hinterlegen musst. Sie ist kein Kostenfaktor, sondern wird für die Dauer des Trades auf deinem Konto gebunden. Mehr dazu
- Margin Call
- Eine Warnung deines Brokers, dass dein Kontowert nicht mehr ausreicht, um die Margin deiner offenen Positionen zu decken. Reagierst du nicht, werden Positionen automatisch geschlossen. Mehr dazu
- Market-Order
- Ein Auftrag, der sofort zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt wird. Du bekommst die Ausführung sicher, aber nicht unbedingt den Kurs, den du gesehen hast. Mehr dazu
- Marktstruktur
- Die Abfolge von Hochs und Tiefs, an der du erkennst, ob ein Markt steigt, fällt oder seitwärts läuft. Sie ist die Grundlage jeder Price-Action-Analyse. Mehr dazu
N
- Nachschusspflicht
- Die Pflicht, Verluste auszugleichen, die über dein Guthaben hinausgehen. Für Privatkunden ist sie beim CFD-Handel in der EU ausgeschlossen, dein Konto kann also nicht ins Minus rutschen. Mehr dazu
O
- Order Block
- Die letzte Gegenkerze vor einer starken Kursbewegung, die die Marktstruktur bricht. Kommt der Kurs in diese Zone zurück, erwarten viele Trader dort eine Reaktion.
- Overtrading
- Du machst zu viele Trades, oft aus Langeweile, Gier oder Frust. Das erhöht die Kosten und senkt meist die Qualität deiner Einstiege.
P
- Paritätswechsel
- Eine gebrochene Unterstützung wird zum Widerstand, oder ein gebrochener Widerstand wird zur Unterstützung. Der Paritätswechsel besteht aus drei Schritten:
1. Durchbruch
2. Rücklauf auf das gebrochene Level
3. Bewegung in Durchbruchsrichtung
Mehr dazu im Blogbeitrag Old but Gold. Siehe auch: Change of Character (CHoCH) - Pip
- Die kleinste übliche Preiseinheit im Devisenhandel, bei den meisten Währungspaaren die vierte Nachkommastelle. Bei EUR/USD ist ein Pip eine Bewegung von 0,0001.
- Positionsgröße
- Die Anzahl der Kontrakte oder Lots, die du handelst. Du berechnest sie aus deinem Risiko pro Trade und deinem Stopabstand. Mehr dazu
- Price Action
- Die Analyse des reinen Kursverlaufs ohne klassische Indikatoren. Du liest Hochs, Tiefs, Kerzen und Marktstruktur, um Entscheidungen zu treffen. Mehr dazu
- Pullback
- Eine kurze Gegenbewegung innerhalb eines Trends. Viele Trader nutzen Pullbacks, um zu einem besseren Kurs in Trendrichtung einzusteigen.
- Punkt
- Die Preiseinheit bei Indizes wie DAX oder Nasdaq. Steigt der DAX von 24.000 auf 24.001, ist das eine Bewegung von einem Punkt.
R
- R (Risikoeinheit)
- 1 R ist der Betrag, den du bei einem Trade riskierst. Ein Gewinn von 2 R bedeutet, dass du das Doppelte deines Risikos verdient hast. Mehr dazu
- Range
- Eine Seitwärtsphase, in der der Kurs zwischen einer oberen und einer unteren Grenze pendelt. Ein Ausbruch aus der Range leitet oft die nächste Trendbewegung ein.
- Revenge-Trading
- Du versuchst, einen Verlust sofort mit dem nächsten Trade zurückzuholen. Diese Trades entstehen aus Frust und enden häufig in noch größeren Verlusten.
- Risikomanagement
- Alle Regeln, mit denen du deine Verluste begrenzt: Risiko pro Trade, Stop-Loss, Positionsgröße und Tageslimit. Es entscheidet langfristig mehr über deinen Erfolg als der perfekte Einstieg. Mehr dazu
S
- Scalping
- Ein sehr kurzfristiger Handelsstil mit vielen Trades, die oft nur Sekunden bis wenige Minuten dauern. Ziel sind kleine Kursbewegungen bei engem Stop.
- Session
- Ein Handelsabschnitt des Tages, zum Beispiel die Asien-, Europa- oder US-Session. Zu Beginn einer Session steigen Volumen und Volatilität meist deutlich an. Mehr dazu
- Short (Leerverkauf)
- Du verkaufst zuerst und setzt auf fallende Kurse. Du verdienst, wenn der Kurs unter deinen Einstieg fällt.
- Slippage
- Die Abweichung zwischen dem Kurs, den du erwartet hast, und dem Kurs, zu dem deine Order tatsächlich ausgeführt wurde. Sie tritt vor allem bei schnellen Märkten und rund um wichtige Nachrichten auf. Mehr dazu
- Spread
- Die Differenz zwischen Kaufkurs (Ask) und Verkaufskurs (Bid). Der Spread ist ein Teil deiner Handelskosten und fällt bei jedem Trade an. Mehr dazu
- Stop-Loss
- Eine Order, die deine Position automatisch schließt, wenn der Kurs eine festgelegte Marke gegen dich erreicht. Damit begrenzt du deinen Verlust, bevor du den Trade eröffnest. Mehr dazu
- Stop-Order
- Ein Auftrag, der erst aktiv wird, wenn der Kurs eine bestimmte Marke erreicht, und dann zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt wird. Mit einer Buy-Stop-Order kaufst du über dem aktuellen Kurs, mit einer Sell-Stop-Order verkaufst du darunter. Mehr dazu
- Stop-out (Zwangsglattstellung)
- Dein Broker schließt Positionen automatisch, wenn dein Kontowert unter einen bestimmten Anteil der benötigten Margin fällt. Für Privatkunden in der EU liegt diese Schwelle bei 50 %. Mehr dazu
- Swing-Trading
- Du hältst Positionen über mehrere Tage bis Wochen und zielst auf größere Kursbewegungen. Dafür brauchst du weitere Stops und weniger Zeit vor dem Bildschirm als beim Daytrading.
T
- Take-Profit
- Eine Order, die deine Position automatisch mit Gewinn schließt, sobald dein Kursziel erreicht ist. So nimmst du Gewinne mit, auch wenn du nicht vor dem Chart sitzt.
- Tick
- Die kleinste mögliche Kursbewegung eines Instruments. Beim Nasdaq-Future beträgt ein Tick 0,25 Punkte.
- Timeframe (Zeiteinheit)
- Der Zeitraum, den eine einzelne Kerze im Chart abbildet, zum Beispiel 5 Minuten, 1 Stunde oder 1 Tag. Höhere Timeframes zeigen den übergeordneten Trend, niedrigere den genauen Einstieg.
- Trailing-Stop
- Ein Stop-Loss, der dem Kurs in Gewinnrichtung automatisch nachgezogen wird. Er sichert aufgelaufene Gewinne und lässt den Trade trotzdem weiterlaufen.
- Trefferquote
- Der Anteil deiner Gewinntrades an allen Trades in Prozent. Für sich allein sagt sie wenig aus, entscheidend ist die Kombination mit dem CRV. Mehr dazu
- Trend
- Die übergeordnete Richtung eines Marktes. Ein Aufwärtstrend besteht aus steigenden Hochs und Tiefs, ein Abwärtstrend aus fallenden. Mehr dazu
U
- Unterstützung (Support)
- Eine Kurszone, in der in der Vergangenheit Käufer in den Markt gekommen sind und einen Rückgang gestoppt haben. Wird sie gebrochen, wird aus der Unterstützung oft ein Widerstand.
V
- Volatilität
- Das Maß für die Schwankungsbreite eines Marktes. Hohe Volatilität bedeutet große Kursbewegungen in kurzer Zeit und damit mehr Chance, aber auch mehr Risiko.
- Volumen
- Die Anzahl der gehandelten Kontrakte oder Aktien in einem bestimmten Zeitraum. Hohes Volumen zeigt, dass viele Marktteilnehmer an einer Bewegung beteiligt sind.
- Vorhandel (Pre-Market)
- Der Handel vor der offiziellen Börseneröffnung. Die Kurse aus dem Vorhandel zeigen, wo der Markt voraussichtlich eröffnet. Mehr dazu
W
- Widerstand (Resistance)
- Eine Kurszone, in der in der Vergangenheit Verkäufer in den Markt gekommen sind und einen Anstieg gestoppt haben. Wird er gebrochen, wird aus dem Widerstand oft eine Unterstützung.
- Wirtschaftskalender
- Eine Übersicht der anstehenden Konjunkturdaten und Notenbanktermine mit Uhrzeit und erwarteter Bedeutung. Rund um wichtige Termine können die Kurse sehr schnell und stark schwanken. Mehr dazu
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Die Erklärungen sind bewusst kurz gehalten und ersetzen keine Anlageberatung. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit einem hohen Risiko einher.
